Liebster Award 2017

Liebster Award № 2

Liebster Award Fragerunde – Es ist schon wieder passiert!

Dieses Mal wurde ich von I.J.Tonk nominiert, und ich werde nicht verraten, ob es sich bei ihr um eine Frau oder einen Mann handelt. ツ

1. Welches Land würde dich zu einem Roman inspirieren und warum?
Utopia. Weil es derzeit zu viele Dystopien gibt, und es dringend eines positiven Gegenentwurfs bedarf – denn wo soll das hinführen, wenn alle nur das Schlimmste erwarten?

2. Verändern sich dein Leseverhalten oder deine Lesevorlieben je nach Jahreszeit?
Die Jahreszeiten nehmen keinen Einfluss auf meine Lesegewohnheiten. Vielmehr sind es Faktoren wie Zeitmangel, Stress, aber auch eigene Schreibprojekte, die meinen Bücherkonsum bestimmen. Zum anderen ist es von meiner Stimmung abhängig, ob und was ich lese.

3. Für welches Buch würdest du gern Musik hinterlegen? (Welche Musik wäre das?)
Ich finde ja, dass Neue Musik sehr gut zu Kafka passt. Konkret Stücke von Harrison Birtwistle.

4. Mit welchem Schriftsteller würdest du gern frühstücken? Und was gäbe es zu essen?
T.C. Boyle’s Romane versetzen mich zuverlässig in Staunen – er muss ein furchtbar interessanter Mensch sein. Deshalb wäre ich einem gemeinsamen Frühstück in seinem Haus (einem Haus von Frank Lloyd Wright!) nicht abgeneigt. Ich hätte selbst gemachte Marmeladen im Rucksack und viele geistreiche Fragen in petto. Vermutlich wäre ich vor Aufregung stockheiser und bekäme keinen Bissen herunter.
Auch Christian Kracht würde ich mich nur zu gerne aufdrängen. Mit ihm ließe es sich bestimmt vortrefflich über alte Filme fachsimpeln.

5. Eine Nacht bist du in einer Bibliothek eingesperrt. Zu welchem Buch greifst du zuerst?
Instinktiv zu meinem Notizbuch, da mich angesichts der vielen Titel Panik befiele, sie mir nicht merken zu können. In einer Bibliothek eingesperrt zu sein, ist für mich in etwa dasselbe, wie in einem Delikatessenladen zu übernachten. Ich würde hier und dort naschen und im Antiquariat weiden, sofern es diese Abteilung dort gäbe.

6. In 30 Sekunden löscht dein Hirn alle Erinnerungen. Welche 4 Stichwörter notierst du, um dich an etwas zu erinnern?
Den Namen meines Kindes,
den meines Partners,
meiner Mutter,
meinen.

7. Mit welcher Romanfigur würdest du gern für 24 Stunden tauschen?
Mir kommen zig historische Personen in den Sinn, aber keine Romanfigur. Die guten sind oft langweilig – die bösen überzeichnet. Da ich mich in Charaktere hineinversetzen muss, um diese authentisch rüberzubringen, interessieren mich eher mir wesensfremde Figuren. Es wäre bestimmt aufschlussreich, die Perspektive eines gerissenen Bösewichts, den man verabscheut und zugleich bewundert, einzunehmen. Fantômas fällt mir da ein.

8. Wie sehen deine gelesenen Bücher aus? (Wie neu? Mit Eselsohren? Mit Markierungen oder Post it’s?)
Meine Bücher sind nach Farben sortiert –, hat den Nachteil, dass man oft suchen muss. Manche sehen unschuldig aus, andere verwegen. Viele haben über die Jahre eine hübsche Patina bekommen. Ich gehe behutsam mit ihnen um, wenn ich sie verleihe, mache ich mir Sorgen. Manch einer muss den Umgang mit Büchern ja erst lernen, und es soll Menschen geben, die gehen in Bibliotheken und markieren besonders schlechte Bücher mit Eselsohren.
Diese neumodischen Ebooks kommen mir sehr gelegen, da man Markierungen und Notizen rückstandsfrei aus ihnen löschen kann.

9. Die perfekte Lese-Szenerie? (Essen? Trinken? Decke? Sofa oder Bett? Drinnen oder draußen?)
Idealerweise eine Hängematte in maritimer Umgebung. Aus Ermangelung derselben Sofa oder Bett; die Meeresbrandung kommt dann von Konserve. Dann wäre da noch die kuschelige Badewanne, auch wenn das jetzt dekadent klingt. Im Grunde braucht es die perfekte Umgebung gar nicht. Eine gute Story birgt ihre eigene Atmosphäre, lenkt von allem ab, übertüncht auch reizlose Kellerwände.

10. Wie stehst du zu Hörbüchern?
Sie hatten ihre Chance. Heute weiß ich: Sie sind eine gute Einschlafhilfe. Ob ich dann einen zweiten Versuch starte, hängt von der Stimme des Vorlesers ab. Gut inszenierte, atmosphärische Hörbücher mit Musikuntermalung oder Klangeffekten schlafe ich auch ein drittes Mal an. Sollte eines meiner Bücher jemals vertont werden (frommer Wunsch), dann gerne von Simon Jäger oder Nicolas Böll.

11. Wenn wir einen 13. Monat hätten, wie würdest du diesen benennen?
Dreizehn ist eine Primzahl – da liegt es nahe, den Monat „Primus“ zu nennen. Unlängst hörte ich, dass es diesen Monat tatsächlich gebe. Ihm hängt der Ruf an, ein Unglücksmonat zu sein. Aus diesem Grund wird er einfach übersprungen.


Lieber Michael Schäfer, da musst du jetzt durch:

  1. Welche vier SchriftstellerInnen würdest du zu einem literarischen Zirkel einladen?
  2. Lachst/weinst du beim Schreiben?
  3. Welches Buch würdest du gerne essen? Beschreibe den Geschmack.
  4. Wenn du eine Biographie schreiben müsstest, dann über …
  5. Du hast den Literaturnobelpreis erhalten. Wie lautet der erste Satz deiner Dankesrede?
  6. Hast du eines der für den „Deutschen Buchpreis 2016“ nominierten Bücher gelesen?
  7. Welchen Roman sollte man unbedingt verfilmen?
  8. Das älteste Buch, das du besitzt, ist aus dem Jahre …
  9. Wie nimmst du Abschied von deinen Figuren, wenn du einen Roman beendet hast?
  10. Frauen schreiben anders und Männer auch. Ist das so?
  11. Pflichtlektüre während deiner Schulzeit. Welches Buch hast du gehasst?

Und so geht’s:

  • Beantworte die elf Fragen.
  • Nominiere ein paar Blogger für den Liebster Award und informiere diese.
  • Stelle einen Fragebogen mit elf Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  • Danke der Person, die dich nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.